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04.11.2017 16:16 Alter: 254 days

Siebtklässler der Hermann-Hesse-Realschule gewinnen Chiron Robo-Cup


Millimeterarbeit und höchste Konzentration: Die Siebtklässler der Hermann-Hesse-Realschule gewinnen mit ihrem Lego-Roboter den Robo-Cup von Chiron. (Foto: Simon Schneider)

Bericht im Gränzbote von Simon Schneider (31.10.2017)

TUTTLINGEN (sz) Den Robo-Cup des Tuttlinger Maschinenbau-Unternehmens Chiron haben am Samstag Siebtklässler der Hermann-Hesse-Realschule gewonnen. Bereits zum zweiten Mal fand der Vergleich statt.

Das Unternehmen hatte die Schulen im Landkreis Tuttlingen und darüber hinaus eingeladen, teilzunehmen. Insgesamt wirkten vier Realschulen mit, darunter die Hermann-Hesse- und die Ludwig-Uhland Realschule aus Tuttlingen sowie die Realschulen aus Mühlheim und Blumberg. 

Insgesamt bildeten sie sechs Teams. In einer Vorrunde, unterteilt in zwei Gruppen, duellierten sich die Schüler. Ziel war es, auf einem Spielfeld mit einem programmierten Lego-Roboter verschiedene Aufgaben zu erfüllen, die unterschiedlich viele Punkte einbrachten. Darunter sollte der Roboter Autos einsammeln, die unter einer Tiefgarage verborgen waren, Tiere in den Wald bringen, eine Lego-Figur von einem Dach retten und zu den Eltern bringen oder einen Diamanten in die Kiste eines Katapults legen und diesen aus der Kiste katapultieren. Die Schüler mussten sich im Vorfeld genau überlegen, welche Aufgaben ihr Roboter durchführen soll, denn die Zeit war auf drei Minuten begrenzt. 

Mehrere Wochen lang hatten sich die Schulen mit einem vom Chiron gestellten Spielfeld vorbereitet. „Wir haben in unserer Schule eine Robo-AG. Dort haben wir uns speziell die vergangenen drei Wochen mit dem Wettbewerb auseinandergesetzt. Da unser Roboter aber noch nicht ganz fertig war, haben wir zusätzliche Stunden dafür investieren müssen“, sagte Fabio Diener aus der neunten Klasse der Hermann-Hesse-Realschule, die mit zwei Teams am Start war. „Wir finden es super, dass es den Wettbewerb gibt, denn er gibt uns einen richtigen Motivationsschub“, sagte Diener. In der Vorbereitung haben die Schüler am Laptop die Roboter mit einer speziellen Programmierung, die aus verschiedenen Bausteinen bestehen, bestückt. Mit diesem Wissen wussten die aus Legoteilen bestehenden Roboter, welche Aufgabe sie auf dem Spielfeld umzusetzen hatten – eine Millimeterarbeit, die viel Fingerspitzengefühl und hohe Konzentration von den Schülern abverlangte. Die Schüler lernten so zum ersten Mal spielerisch den vereinfachten Umgang mit Programmierungsarbeiten kennen. 

Nach einer Vorrunde und einem überstandenen Halbfinale mussten die Siebtklässler der Hermann-Hesse-Realschule gegen die Vorjahressieger aus Blumberg im Finale antreten. Die Eltern, die Chiron-Auszubildenden und die jeweiligen Lehrer der Schulen fieberten mit ihren Teams und vor allem mit den Robotern mit. Nach packenden drei Minuten stand der Sieger fest: Die Hermann-Hesse-Realschule gewann den Robo-Cup – knapp. 

Sie wurden von Chiron mit zwei Pokalen ausgestattet – einer davon ist ein Wanderpokal, den sie bei ihrer Teilnahme am kommenden Jahr wieder mitbringen und verteidigen müssen. Auch die anderen Teams erhielten einen Pokal. Schließlich stand der Spaß bei diesem Wettbewerb im Vordergrund. 

„Der Grund für diesen Robo-Cup ist, dass Chiron dazu beitragen möchte, junge Menschen für Technik zu begeistern und zu fördern“, erklärte Chiron-Ausbildungsleiter Herbert Mattes. Die Gesamtorganisation des Cups hatte Chiron-Mitarbeiter Thomas Haselmeier, der zeitgleich auch als Oberschiedsrichter fungierte.

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